Im ersten Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der dritten Liga haben die Handballerinnen des VfL Stade einen Punkt geholt. Dabei war schon die Ausgangslage alles andere als optimal.

Dem TB Wülfrath gelang fünf Sekunden vor dem Ende der Ausgleich per Siebenmeter zum 24:24 (10:13). Die Bedingungen waren alles andere als optimal. Mit der erkrankten Lisa Prior fehlte dem VfL eine wichtige und erfahrene Spielerin. Zudem lagen Julia Wichern und Anja Ziegler in den letzten Tagen ebenfalls flach. An einen Einsatz über 60 Minuten war nicht zu denken. Nach mehreren Staus trafen die Staderinnen auch erst eine Stunde vor Spielbeginn in Wülfrath (Nordrhein-Westfalen) ein.

Umkämpftes Spiel

Die Gäste erwischten dennoch den besseren Start und setzten sich nach vier Minuten mit 3:1 ab. Mit einer 13:10-Führung ging der VfL Stade in einer kampfbetonten Partie in die Pause.

Flut an Strafwürfen

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lena-Marie Müller per Siebenmeter gar auf 14:10. „Da hatten wir das Spiel im Griff“, sagte VfL-Trainer Dennis Marinkovic. Doch die Schiedsrichter seien ihrer Aufgabe in so einem wichtigen Spiel nicht gewachsen gewesen. Sie sprachen den Gastgebern insgesamt sieben Strafwürfe zu, der VfL stand nur einmal an der Siebenmeterlinie. Torhüterin Katja Wedel (1) und Nicola Augustin (2) parierten davon drei Würfe. Nachdem in der 36. Minute mit Anja Ziegler und Rebecca Burandt gleich zwei Staderinnen auf die Strafbank mussten, nutzte Wülfrath das doppelte Überzahlspiel zum 14:14.

Von da an konnte sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren absetzen. Die Führung wechselte ständig. In der Schlussphase lag Stade vorne. Chantal Laskowski traf in der 57. Minute zum 24:23 für den VfL. Fünf Sekunden vor dem Ende soll sich eine Spielerin des TB Wülfrath in den gegnerischen Kreis geworfen haben. Obwohl keine VfL-Spielerin dabei eingriffen haben soll, gab es einen Siebenmeter, der zum Ausgleich führte.

Heimspiel am Samstag

„Sicherlich haben wir auch unsere Fehler gemacht. Aber was die Schiedsrichter heute gepfiffen haben, war schon grenzwertig“, sagte Marinkovic. Unter normalen Bedingungen hätte man jetzt feststellen können: Das Ergebnis mach Mut für das Rückspiel, doch ein solches gibt es in der Relegation nicht. „Dennoch haben wir unseren ersten Punkt geholt. Das ist wichtig“, sagte Marinkovic. Am kommenden Samstag solle es in voller Besetzung in der Fredenbecker Geestlandhalle gegen die Bundesliga-Reserve des Thüringer HC besser laufen.

Ob sich am Ende der Relegationsrunde nur eine Mannschaft für die dritte Liga qualifiziert, ist noch offen. Die Entscheidung soll Mitte Mai fallen. Der THC II gewann am Sonntag mit 34:27 gegen den SV Allensbach.

Die Statistik

VfL: Müller 7/1, Wedel, Brassat 1, Jopp 4, Witt, Wichern 5, Laskowski 1, Hollunder 3, Heinemann 3, Augustin, Grell, Burandt, Ziegler, Euhus

Zeitstrafen: TB 2 – VfL 5

Siebenmeter: TB 4/7 – VfL 1/1

Zuschauer: 108

Nächstes Spiel: VfL – THC (Sa., 22. April, 18.30 Uhr, Geestlandhalle)

Quelle: Stader Tageblatt

Next Matches
Archive
Newsletter
Trage dich jetzt in unseren Newsletter ein.