STADE. Auf einer Erfolgswelle schwimmen die Handballerinnen des Oberligisten VfL Stade. Eine spielerisch eigentlich überlegene Mannschaft wie die Bundesligareserve des SV Werder Bremen konnte das VfL-Team nicht stoppen. Eine Spielerin ist besonders in Torlaune.
„Wir sind über uns hinausgewachsen“, sagt VfL-Kapitänin Mona Hoffmann (28). Das Stader Urgestein hat entscheidenden Anteil am Erfolg des aktuellen Spitzenreiters.
Mit 103 Toren in elf Spielen führt die Linkshänderin die Torschützenliste der Oberliga an. Bei mehr als neun Treffern pro Partie im Schnitt hat Hoffmann zudem eine gute Quote. Ihre Mannschaftskolleginnen Julia Wichern (55 Tore, Platz 9) und Leonie Klinkmann (53 Tore, Platz 10) stehen ebenfalls in den Top-Ten.
Gegen Werder Bremen habe alles geklappt, sagt Hoffmann. „Der Sieg war eine Teamleistung.“ Alle Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein. Der VfL Stade agiert mit mehr Ruhe als in der vergangenen Saison. Die erfahrenen Spielerinnen gehen voran. Das Positionsspiel, im vergangenen Jahr die Schwäche des VfL, funktioniert. Das Team hat spielerische Lösungen, um die gegnerische Defensive zu knacken. Vor allem der Rückraum strahlt Gefahr aus.
Der Spaß ist nach dem Abstieg und der Niederlagenserie der Drittligasaison, in die Mannschaft zurückgekehrt. „Wenn der Spaß da ist, dann kann man auch konzentriert arbeiten“, sagt Trainer Dennis Marinkovic. Die jungen Perspektivspielerinnen kämpfen sich heran und in den Kader. Wencke Straßheim aus der zweiten Mannschaft zum Beispiel überzeugte während der Saisonvorbereitung, sammelt fleißig Spielanteile in der ersten Mannschaft und erzielte gegen Werder zwei entscheidende Tore von Rechtsaußen. Die erst 18-jährige Viola Pieperjohanns, die aus Buxtehude kam, traf in Bremen fünf Mal. Die Trainingsbeteiligung liegt nahe bei 100 Prozent. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so gut läuft“, sagt Mona Hoffmann im Vorfeld des nächsten Spitzenspiels am heutigen Sonnabend um 18 Uhr gegen den Tabellendritten SFN Vechta in der Sporthalle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums in Stade.
Die Staderinnen heben nicht ab. „Der Aufstieg in die 3. Liga ist kein Thema bei uns“, sagt Mona Hoffmann.
Quelle: Tageblatt / Daniel Berlin

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