STADE. Die Handballerinnen des VfL Stade haben vier Spieltage vor Ende der Oberligasaison die Meisterschaft perfekt gemacht. Vor 400 Zuschauern boten die Staderinnen eine Demonstration der Übermacht gegen den Tabellenzweiten BV Garrel und gewann 31:19.
Die Personal-Strategie der Stader Trainerinnen Trula Diminidis und Kirsten Willmann ist aufgegangen. In der vergangenen Saison scheiterte der VfL noch hauchdünn an Vechta. Der Verein wollte nach dem berufsbedingten Abgang von Torjägerin Katharina Pahl und Spielgestalterin Jessica Galle mit jungen Talenten wie Leonie Klinkmann und den Burandt-Schwestern in die Breite investieren. Dazu gesellten sich erfahrene Spielerinnen wie die Schwestern Tina und Melanie Schliecker. „Der Königstransfer“, so Diminidis, war allerdings Julia Wichern. Sie ist eine begnadete Spielgestalterin und Torjägerin. Neben Wichern blühten die Rückraumspielerinnen Mona Hoffmann und Lara Witt mit stabil guten Leistungen auf. Dazu konnte sich Astrid Meyer neben Anne Grell in der Abwehr und am Kreis verbessern. Im Tor haben sich die reaktivierte Nicola Augustin und Neuzugang Dorit Schwanke für die verletzten Anna Henke und Elena Brückner schnell einen Namen gemacht.
Starker Beginn
Stade lieferte gegen den BV Garrel vor 400 Zuschauern eine gute Leistung ab. Bis zur 15. Spielminute sogar eine sehr gute. Denn bis dahin führte der neue Meister mit 9:1-Toren gegen den Zweitplatzierten. Danach hatte Stade bis zum 17:8-Halbzeitvorsprung etwas den Faden verloren.
In Durchgang zwei entwickelte sich von beiden Seiten ein packendes Spiel. Nicola Augustin im VfL-Tor konnte sich immer wieder auszeichnen. „Nici hat heute ein gutes Spiel gemacht“, lobte Diminidis. Stade blieb die tonangebende Mannschaft und wollte die eigenen Fans mit fein herausgespielten Treffern entzücken. Das gelang. Ein gelungener, doppelter Kempa-Trick über Julia Wichern, Mona Hoffmann, Melanie Schliecker bis zur Vollstreckerin Lara Witt war schon fast das Eintrittsgeld wert. Ein Sonderlob heimste Rebekka Burandt von Diminidis ein: „Bekki hat stark gespielt, keine Fehler gemacht und drei Tore erzielt.“
Nach dem Schlusspfiff glich die Sporthalle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums einem Tollhaus. Stade feierte ausgelassen die Meisterschaft. Die Handballerinnen machten die Nacht zum Tag. Vier Partien stehen noch aus. Zweimal muss der VfL noch auswärts ran, zweimal in eigener Halle. Am 29. April geht es beim VfL Oldenburg III weiter. Die Saisonabschlusspartie steigt nach dem letzten Heimspiel am 13. Mai gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen. Von 22 Spielen gewann Stade bislang 21.
Die Statistik
VfL-Tore: R. Burandt 3, V. Burandt 1, Witt 7, Wichern 7, Klinkmann 2, Meyer 5, Hoffmann 3, M. Schliecker 2, M. Ankersen 1.
 
Quelle: Tageblatt – von Rainer Schnackenberg

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